Zoom Fatigue: Was passiert in Deinem Körper während Deiner Teilnahme am Video-Meeting — unbewusst?

Wie widernatürlich Video Meetings wirklich sind und was in unserem Körper unbemerkt passiert, ist mir erst im Zusammenhang mit der Recherche für mein Buch (ebook) “Zoom Fatigue” aufgefallen, das erste auf deutsch zu diesem Thema.

Während sich eine der wenigen deutschen Studien, wie z.B. die von Dr. Jutta Rumpf, eher mit der erfragte Befindlichkeit der Studienteilnehmer beschäftigt und welche Konsequenzen diese aus ihrer Befindlichkeit ziehen, gibt es internationale Forschungen, die sich auf die körperlichen Zusammenhänge und Auswirkungen von Videomeetings konzentrieren.

Stundenlang im “Hyperaroused State”

In seinen Studien ist er unter anderem zum Ergebnis gekommen, dass stundenlange Video Meetings oder zu häufige Teilnahmen an Video Meetings den Körper in eine Art permanenten Alarmzustand versetzen (hyperaroused state).

Doch was bedeutet das — für medizinische Laien einfach ausgedrückt?

Die widernatürlichen Rahmenbedingungen versetzen Teilnehmer in einen dauerhaften “Flight or Fight”-Zustand, doch dafür ist der menschliche Organismus nicht gebaut.

Wenn der Mensch in seiner natürlichen Balance ist, wechseln sich etwa alle zwei Stunden der “Flight or Fight” (Flucht oder Angriff) Modus mit dem “Rest & Digest” (Ruhen und Verdauen) ab.

In bestimmten Situationen verfügt der Körper darüberhinaus, auf den “Flight-Fight” Modus noch eine Schippe draufzulegen.

Und das ist, wenn Dir auf einer Waldlichtung ein ausgewachsener Eber gegenübersteht, seinen Blick eindeutig und unbeirrbar auf Dich geheftet.

Wenn Du jetzt erst über den Weg des Verstands gehen müsstest, damit dieser veranlasst, aus dem Verdauungstrakt das Blut in Sekundenschnelle abzuziehen und ins Hirn, Herz, die Lungen und die Muskeln zu pumpen, um Dich auf den Sprint oder die Kletteraktion Deines Lebens vorzubereiten, könnte das Deine Chancen zur Rettung Deines Lebens ziemlich verringern.

Vor allen Dingen, wenn Du vielleicht zu denjenigen zählst, deren Verstand gern erstmal nach dem Warum und Wozu und den wissenschaftlichen Nachweisen verlangt.

Aus die Maus.

Gäbe es da nicht den Sympathikus in Dir. Jenen Teil des Nervensystems, der genau diesen Job autonom, per Autopilot und absolut zuverlässig übernimmt. Er sorgt sogar dafür, dass sich Deine Pupillen weiten, damit Du leichter in die Ferne schauen kannst.

Doch was, wenn der auf Endlosschleife läuft, weil die Kamera-Situation (insbesondere für Teilnehmer) so verstörend ist bzw. neuronal so verstörend empfunden wird?

Wenn die Säfte nicht mehr fließen …

Denn nur, wenn wir in der Phase des Parasympathikus unterwegs sind, fließen die Säfte, d.h. die Durchblutung der Verdauungsorgane, Drüsen und Speicheldrüsen werden angeregt und somit auch der Transport von Nährstoffen ins Blut und der Abtransport von “Stoffwechselüberresten” aus dem Körper.

Wie Dr. Jutta Rumpf also richtig mutmaßte, sind Magen- und Verdauungsprobleme eine weitere höchstwahrscheinliche Folge vom Dauerzoomen. Stimmt’s mit der Verstoffwechselung sowohl seitens der Atmung nicht (70 % des Detox erfolgen über die Lungen!) und klemmt es mit der Nahrungsverwertung und der Ausscheidung der Überreste, gerät letztlich alles aus den Fugen.

Übrigens verursacht ein dauerhaftes Verweilen im Kampfmodus auch Impotenz! OMG, ZOOM machen impotent?!

Natürlich gibt es Atemübungen, die einen Cool Down nach den Zooms fördern.

Über die Atmung kann organisch durchaus einiges ausgeglichen und gezielt gesteuert werden, sodass das Abschalten gelingt und schnelle Regeneration durch einen tiefen, erholsamen Schlaf möglich ist. Doch auf den emotional austrocknenden Effekt und die psychologischen Folgen haben sie nur einen geringen Einfluss.

Auf sich selbst hören und Selbstfürsorge betreiben!

Doch was wäre, wenn diese Naturen sich in Toleranz üben und akzeptieren würden, dass es Menschen gibt, die biochemisch einfach anders gestrickt sind?

Auch das ist ein Aspekt, auf den ich in meinem Buch eingehe: das Wechselspiel zwischen Angst, Atmung und Kommunikation.

Wer — als Arbeitgeber — tiefer in das Thema einsteigen will, um die bestmöglichen Maßnahmen zu ergreifen, sich und die Mitarbeiter wirksam vor den Gesundheitsschäden zu schützen, wird in meinem Buch (ebook) “Zoom fatigue” fündig.

Es liegt aktuell als Kindle Edition und im pdf-Format vor:

➡️ Kindle https://amzn.to/3v2el2N

➡️ pdf: https://payhip.com/b/8q7M

May the Source be with you.

Namaste

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